Zukunftsfitte Gebäude
Zukunftsorientierte Gebäude lassen Veränderungen zu – Heute für morgen planen
Zukunftsfitte Gebäude zeichnen sich einerseits durch ihre langlebige Grundstruktur aus, und gleichzeitig durch Flexibilität und Anpassbarkeit an neue Gegebenheiten. Eine robuste Statik als Rahmenwerk, ein sog. „Rohbauregal“, errichtet aus wenigen tragenden Elementen, schafft ein zukunftsfittes Gerüst – und damit eine ideale Voraussetzung für die Entwicklung einer neuen Generation von Gründerzeithäusern. Unterstützend dazu lässt eine Raumhöhe von idealerweise 2,8m eine dauerhaft hybrid (um)nutzbare Gebäudestruktur zu.
Im wirtschaftlich engen Kostenkorsett des geförderten Wohnbaus spielt Beton als Baumaterial nach wie vor eine zentrale Rolle. Wird er intelligent eingesetzt, kann er durchaus zur Nachhaltigkeit beitragen, nämlich durch einen sparsamen und auf die technisch notwendigen Elemente reduzierten Einsatz und eine intelligente Systematik, die ein Gebäude über Generationen hinweg flexibel nutzbar macht.
Wo heute Wohnungen untergebracht sind, die sich flexibel und leicht an unterschiedliche Lebenssituationen anpassen lassen, entsteht in fünfzig Jahren kostengünstig und ohne überhöhten technischen Aufwand ein Großraumbüro. Mit wenigen, aber sinnvoll platzierten tragenden Elementen und einer scheinbar simplen Hülle, die jegliche Umbauten und Umnutzungen leicht aufnehmen kann, denkt ein solches Gebäude, nachhaltig und langlebig, bereits an morgen.
Ökologische Nachhaltigkeit
Eine ressourcenschonende Bauweise spielt auch im großvolumigen Wohnbau längst eine wichtige Rolle. Neue „alte Materialien“ erleben ein Revival und Vorfertigung, Recyclingfähigkeit sowie Re-use sind längst nicht mehr nur leere Schlagworte, sondern erfreulicherweise bereits oft gebaute Realität. Eine ökologisch ausgerichtete Bauweise tut freilich nicht nur der Umwelt gut, sondern auch den Bewohner:innen: So sorgen beispielsweise die hygroskopischen Eigenschaften des Baumaterials Lehm für ein behagliches Wohngefühl und ein deutlich besseres Raumklima, einen ähnlich positiven Effekt auf die Raumqualität von Innenräumen erzielt der Einsatz von Holz.
Emotionale Nachhaltigkeit
Im sozialen Wohnbau nehmen partizipative Prozesse bei der Gestaltung des eigenen Wohnraums immer mehr Raum ein, die Bewohner:innen werden zu (teilweise bereits im Planungsprozess) teilnehmenden Akteur:innen und fühlen sich dadurch auch deutlich verbundener mit ihrem Wohnungsumfeld, weit über die eigene Wohneinheit hinaus – ein wichtiger, jedoch oftmals unterschätzter Aspekt der Zukunftsfitness eines Wohnbaus!
Mitbestimmung und Mitgestaltung tragen entscheidend zu einem Mehr an Lebensqualität und somit auch zu einer langfristigen und höheren Zufriedenheit und Achtsamkeit gegenüber der eigenen Wohnumgebung bei. Wenn ein Wohngebäude in sozialer Hinsicht gut „funktioniert“, haben wir dann auch das erreicht, was einen qualitativ hochwertigen Wohnbau ausmacht – ein Zuhause zu sein für einen möglichst langen Zeitraum!








