
Wohnbau Eibengasse A1
Bauträgerwettbewerb 1.Platz
in Planung
Ziel ist die Entwicklung eines zukunftsfitten Gebäudes, das heute 54 Wohnungen sowie einen neun-gruppigen Kindergarten beherbergt und nutzungsoffen für morgen ist.
















Das Projekt bietet vielfältige Wohnformen mit wandelbaren und adaptierbaren Grundrissen. Die Wohnung im stabilen sozialen Umfeld soll auch bei veränderten Lebensumständen ein anpassbarer Raum sein. Die architektonische Gestaltung legt Wert auf kommunikative Orte, in welcher Nachbarschaften entstehen können. Erschließungsflächen werden immer wieder in kleinere Einheiten unterteilt, um innerhalb des Hauses kleinere Stockwerksnachbarschaften zu fördern.
Das statische Konzept bildet die Grundlage für eine langfristige Nutzungsfähigkeit des Gebäudes. Ein klar strukturiertes Tragwerk sorgt für konstruktive Effizienz. Es wird bewusst auf eine Reduktion tragender Elemente gesetzt, um maximale Flexibilität für zukünftige Anpassungen zu ermöglichen. Langfristig sind Erdgeschoss und erstes Obergeschoss in ihrer Nutzung offen: Heute Kindergarten, morgen Büros, Pflegewohnungen oder bei Bedarf ist auch eine Erweiterung des Kindergartens über das gesamte erste Obergeschoss möglich. Die vorgesehenen Potentialflächen ermöglichen diese Transformation ohne grundlegende strukturelle Eingriffe – ein wesentlicher Beitrag zur Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit des Gebäudes.
Die Wohnungen sind nicht klassisch in Zimmer, sondern in Nutzungsbereiche gegliedert. Räume mit zwei Zugängen ermöglichen flexible Grundrisskonfigurationen und reagieren auf sich verändernde Lebensmodelle. Großzügige Vorräume – bewusst als „Vorraum +“ gedacht – bieten Platz zum Ankommen, für Stauraum, Homeoffice oder neue Hobbys und erweitern die Nutzbarkeit der Wohnung.
Alle Wohnungen verfügen über großzügige Balkone, die als erweiterter Wohnraum verstanden werden. Pflanztröge laden zur individuellen Begrünung ein – vom Tomatenanbau bis zur persönlichen Grünoase. Balkone mit Lauben bieten zusätzliche Möglichkeiten der Verschattung, des Sichtschutzes und der Begrünung. Ergänzend dazu sind alle Fenster mit Blumenkästen ausgestattet, die den direkten Bezug zur Natur im Alltag stärken und das Gebäude lebendig und Grün erscheinen lassen.
Die einzelnen Wohnungsentrées sind klar ablesbar und bieten Raum zur individuellen Aneignung. Statt einer anonymen Türsituation entsteht ein persönlicher Übergangsbereich mit Platz für Gestaltung, Aneignung und Identität. Tafelwände ermöglichen künstlerische Ausdrucksformen oder das Hinterlassen von Nachrichten für Nachbar:innen – kleine Gesten, die Gemeinschaft fördern und soziale Bindungen stärken.
Es ist beabsichtigt, zwei SMART-Wohnungen aus dem Bauträgerkontingent der Wohnplattform Wien des FSW zur Verfügung zu stellen. Das Team der Wohnplattform Wien arbeitet mit viel Engagement und Know-how daran, kostengünstigen und bedarfsgerechten Wohnraum für jene zu gewinnen, die diesen dringend brauchen: obdach- und wohnungslose Menschen, Menschen mit Behinderung oder geflüchtete Menschen in der Grundversorgung.
Laut Vereinbarung sollen diese Wohnungen dann bevorzugt an Alleinerziehende mit akutem Wohnbedarf vergeben werden.
