Wohnbau Oase 22+

Bauträgerwettbewerb 1.Platz

Fertigstellung: 2021

Fünf unterschiedlich ausformulierte Baukörper bilden ein prägnantes Ensemble – Balkone werden als „Gartenhäuschen“ ausgebildet und bieten auch noch im 10. Obergeschoss gut nutzbare Freiräume

Gliederung in Sockelgeschoss und Hochpunkt

Private „Oase“

Kindergarten in Haus 3

Der Entwurf orientiert sich am städtebaulichen Leitbild, das durch die Gliederung der Baukörper in Sockelgeschosse und Hochpunkte geprägt ist. In unserem Entwurf werden die Sockel allerdings auf das Wesentlichste reduziert und die dafür mögliche Kubatur bewusst nicht ausgereizt. Dadurch erhalten die Baukörper einen geringeren „Fußabdruck“ zugunsten einer Vergrößerung der Freifläche, zudem eine bessere Belichtung und Trakttiefen, die eine hohe räumliche Qualität zulassen. Von der Baulinie zum Park wird bewusst abgerückt und der zentrale Freiraum so deutlich vergrößert.

Nach außen zu den Straßenräumen im Norden und Süden werden durch die Baukörper „scharfe“ Kanten gebildet. Im Inneren – zum Park und zur Nord-Süd verlaufenden Erschließungsspange – werden durch die Sockel „weiche“ Kanten formuliert. Indem die Sockel hier nicht immer als gebaute Volumina, sondern als offene, durchlässige „Hüllen“ konzipiert werden, entstehen im Inneren sanfte Übergänge, die fließende Schnittstellen zwischen privat und öffentlich markieren.
Städtebaulich wird durch grüne Verbindungswege auch der Bezug zu den Freiräumen der umliegenden Bebauung aufgenommen. Zentral am „Grätzel-Platz“ gelegen befindet sich im Erdgeschoss an einer dieser Verbindungsstellen ein großer Gemeinschaftsraum als quartiersübergreifendes Element.
Den fünf jeweils unterschiedlich ausformulierten Häusern liegt dieselbe, auf das Wesentliche konzentrierte Entwurfshaltung zugrunde: kompakte Baukörper, günstige Oberflächen-/Volumen-Verhältnisse, einfache statische Systeme, sich wiederholende Fensterformate, kompakte Erschließungssysteme. Die Baukörper teilen sich auf drei, inhaltlich verschiedene Sockelbereiche auf: den Aktiv-, den Generationen- und den Wohnsockel.

Den wohnungsbezogenen Freiflächen wird höchste Aufmerksamkeit geschenkt. Die für alle Baukörper gemeinsame Grundhaltung sieht gut nutzbare große Freiflächen als private „Oasen“ vor. Bei Haus 2 und 3 erfolgt die Ausformulierung mittels Balkonen als „Schrebergärten“ – mit eigenem Pflanztrog und „Gartenhütte“.

Ort

1220, Wien

Status

fertiggestellt 2021

Programm

105 Wohneinheiten, Kindergarten, Caritas-Stützpunkt, Geschäftsflächen

Bauträger

Heimat Österreich, Neue Heimat Gewog

Freiraumplanung

EGKK

Fotografie

Kurt Hoerbst, WUP architektur

Auszeichnungen

gebaut 2021

Projektpartner

g.o.y.a.

Projektteam

Christiane Irxenmayer, Attila Jung
Wettbewerb: Caroline Husty, Raphaela Leu