
Wohnbau Sophie-Scholl-Gasse
Wettbewerb 1.Platz
Fertigstellung: 2008
Das wachsende Haus – eine fixe Grundstruktur und unterschiedliche Baustein-Typen erlauben das Weiterbauen innerhalb der horizontal verdichteten Siedlung






typisierte Reihenhäuser mit individuellen Grundrissen

Rohbau aus Ziegelsplitt-Beton



Zentraler Gedanke des Entwurfs war es, eine Struktur vorzugeben, in der sich eine Siedlung entwickeln kann. Diese Struktur bildet lediglich einen Rahmen, die Häuser selbst setzen sich aus den einzelnen Bausteinen innerhalb dieser Struktur zusammen und können so – ähnlich einem Bausatz – individuell zusammengefügt werden. Dabei ist der sparsame Umgang mit dem Bauland, d.h. die Schaffung hoher Wohnqualität mit größtmöglicher Individualität und Privatheit der Nutzer:innen bei gleichzeitig möglichst geringem Flächenbedarf ein unabdingbares Ziel.
Das Konzept sieht einen eineinhalbgeschossigen, nicht unterkellerten Reihenhaustyp vor. Jedes Haus enthält drei getrennte Zonen: den Baustein Wohn- und Schlafbereich, den Baustein Nebenräume (= die installierten Räume) und den Baustein Innenhof. Eine Kombinierbarkeit der einzelnen Elemente ist in jeder Form und Anordnung möglich.
Das Ziel ist, baukonstruktiv typisierte, jedoch im Grundriss individuell aufteilbare Häuser zu entwickeln. Ein etappenweiser Ausbau entsprechend der jeweiligen Lebenssituation der Nutzer:innen (Klein-/Großfamilie, Einliegerwohnung), d.h. eine zeitliche Gliederung des Bauprozesses, ist Teil der Gesamtkonzeption.
