
Wohnbau Quartier Seecarree F10
Bauträgerwettbewerb 1.Platz
in Planung
Fit für morgen – kleiner Fußabdruck, nutzungsflexible Strukturen, nachhaltige Bauweise und langfristig gebrauchstaugliche Grundrisse



Dieses Projekt basiert auf einem 4-Säulen-Modell, das Architektur, soziale und ökologische Nachhaltigkeit sowie ökonomische Effizienz innovativ und nutzbringend miteinander verbindet.
Drei Geschwistergebäude bilden einen klaren Blockrand, der durch zwei Sondertypen – einen Solitär und ein Gebäude, das verschiedene Nutzungen aufnimmt („das Haus der vielen Möglichkeiten“) – zu einem vielschichtigen Ensemble ergänzt wird. Der Superhof wird durch zwei gezielt platzierte Öffnungen und das „Haus der vielen Möglichkeiten“ verstärkt, wodurch eine kommunikative und durchlüftete Hofsituation entsteht. Die Durchlässigkeit des Superhofs wird durch einen transparenten Sportsockel zusätzlich betont.
Die durchdacht platzierten Gebäude und Öffnungen sorgen für eine optimale Durchlüftung des Hofes bzw. für eine Luftzirkulation, die dazu beiträgt, die Bildung von Hitzezonen („Hotspots“) im Hof zu vermeiden; die dadurch verbesserte Frischluftzufuhr aus verschiedenen Richtungen schafft ein angenehmes und ausgeglichenes Mikroklima.
Die Orthogonalität des im Westen angrenzenden Baufeldes wird aufgenommen, wodurch sich die Straßenfront zu einem Platz öffnet.
Der Solitär am Quartiersplatz, selbstbewusst und offen zu allen Seiten, nimmt Bezug auf die umgebende Bebauung und strahlt in alle Richtungen aus, ohne durch einen Sockel in seiner Wirkung begrenzt zu sein. Die flexible Grundstruktur des Solitärs ermöglicht – auch aufgrund der Raumhöhen ≥ 2,8m – eine flexible Bespielung: ob großzügiger Co-Working-Space, Wohngemeinschaften oder „klassische“-Typ-B Wohnungen – alles findet hier Platz. Sämtliche Einheiten hier sind außerdem querlüftbar und mehrseitig belichtet.
Sockelgebäude als grüne Übergangszonen
Zwischen den Hochpunkten des Quartiers vermitteln terrassierte Sockelgebäude, die sich harmonisch in die große grüne Hoflandschaft einfügen. Diese Architektur zieht das Grün gleichsam in die Höhe und erweitert den Naturraum vertikal. Gleichzeitig entstehen durch die bespielten Dächer neue soziale Treffpunkte, die als Orte der Entspannung, Begegnung und gemeinschaftlichen Nutzung dienen.
Begegnung und Austausch an den Hauseingängen
Die klare Kantenführung nach außen wird durch eine differenzierte Gestaltung im Innenhof aufgeweicht. Der Superhof zoniert die Freiflächen und schafft hauseigene Begegnungsräume, die soziale Treffpunkte an den Eingängen bilden. Diese verbinden den Straßenraum mit dem Hof und bieten Raum für spontanen Austausch, geplante Begegnungen und nachbarschaftliches Miteinander. Diese halböffentlichen Bereiche laden zum Verweilen ein und fördern die soziale Interaktion der Bewohner:innen.
Ein verbindendes Element des übergeordneten Freiraumkonzepts, die Superhofschleife, verknüpft diese Begegnungszonen und sorgt für eine ganzheitliche Erlebbarkeit des gemeinschaftlichen Raums.
Die Wohnungen bieten nachhaltige und flexible Grundrisse, die sich einfach und unkompliziert an individuelle Lebenssituationen anpassen lassen. Bereits bei der Planung wurden vielfach nutzbare Bereiche und „Raumreserven“ mitgedacht, sodass eine variierende Nutzung der Flächen problemlos möglich ist. Durchgesteckte, beidseitig belichtete Zimmer mit zwei Zugängen können bei Bedarf durch Schiebewände, Vorhänge oder Möbel flexibel unterteilt und so unterschiedlich genutzt werden. Klimafittes Wohnen verbindet Nachhaltigkeit mit Wohnkomfort und gesundem Raumklima. Alle Wohnungen sind so gestaltet, dass sie quer- und durchlüftet werden können, wodurch stets frische Luft für ein angenehmes Wohngefühl sorgt. Die mehrseitige Belichtung, insbesondere in den zahlreichen Eckwohnungen, schafft helle, freundliche Räume. Ziegelaußenwände dienen als natürliche Wärmespeicher und regulieren in Kombination mit atmendem Lehmputz die Feuchtigkeit auf natürliche Weise. Sichtbare Holzdecken und Holzböden sorgen für eine behagliche Atmosphäre und unterstützen eine gesunde Wohnumgebung. Zudem bieten großzügige, wohnungsbezogene Freiräume zusätzlichen Platz zum Entspannen und Wohlfühlen. So entsteht ein nachhaltiges Zuhause, das Komfort und Klimafreundlichkeit ideal miteinander kombiniert.
Status
in Planung
Programm
204 Wohneinheiten, Geschäftslokale, Turnsaal
Bauträger
Neues Leben, Schönere Zukunft
Freiraumplanung
DnD Landschaftsplanung
Projektpartner
g.o.y.a.
Projektteam
Allen Gebesmair-Zwatzl, Alexander Jägers
Wettbewerb: Raphaela Leu, Kristina Kraml, Philip Halwachs, Sara Fetzer, Sarah Beyer, Jan Klinkhammer
