Wohnbau Donaufelderstraße

Fertigstellung: 1998

Stege und Brücken als Erschließungsbereiche – nutzungsneutrale Grundrisse können von den Bewohner:innen frei interpretiert werden

Stege als Erschließungswege

Ausgehend von der Donaufelderstraße schafft auch hier ein System von Wegen (vom städtischen Raum bis hin zur eigenen Wohnung) eine komplexe räumliche Beziehung zwischen dem horizontalen und vertikalen Stadtraum. Der öffentliche Weg verbindet alle Geschosse und die einzelnen Wohnungen. Eine vertikale Landschaft, durchsetzt von unterschiedlichen Nutzungsformen (Gewerbebetrieben, Vor- und Privatgärten, Kinderspielplätzen, Gemeinschaftsräumen etc.) wird geschaffen. Aufzug und Stiegen erweitern die Bewegungsmöglichkeit der Fußgänger:innen. Sie bilden Abkürzungen auf dem Weg und schließen die verschiedenen Ebenen miteinander kurz.

Das konstruktive System ermöglicht weitgehendste Flexibilität der Wohntypen und ihrer Grundrisse. Die einzelnen Wohnungen sind über individuelle „Schwellen“ wie Vor- und Wintergärten, Windfänge etc. erreichbar. Die privaten Freibereiche, Terrassen und Gärten tragen zu einem angenehmen Klima bei und erweitern den Wohnbereich über die unmittelbaren vier Wände hinaus.

Durch einen nutzungsneutralen Grundriss entsteht eine variabel nutzbare Struktur, die durch die Bewohner:innen interpretiert werden kann und soll: Der Gebrauch berührt nicht nur den Aspekt der Funktion, sondern auch jenen der Ästhetik – das Erscheinungsbild dieses Wohnbaus wird primär durch die individuelle Gestaltung und unterschiedlichen Formen der Aneignung durch die Bewohner:innen geprägt.

Ort

1220, Wien

Status

fertiggestellt 1998

Programm

43 Wohneinheiten

Bauträger

Österreichisches Siedlungswerk

Fotografie

WUP architektur