Wohnbau Erlaaerplatz „In der Wiesen“

Fertigstellung: 2002

Um einen Hof führende begrünte Laubengänge werden zu einer erweiterten, halbprivaten Wohnzone

großzügiger Innenhof

Laubengang mit halbprivaten Vorzonen

Die städtebauliche Vorgabe der Wohnblockbebauung um einen großen Innenhof wurde hier mittels einer spezifischen Regie von Schichten interpretiert: Analog einer Zwiebel werden schalenförmige Zonierungen von innen (Hof) nach außen (Stadt) vorgenommen. Der Wohnbau wird hier als Katalysator für urbanes Leben, für eine Schichtung und Verdichtung der Stadt begriffen: Die Stadt mit ihren fußläufigen Verbindungen wird in den grünen Innenhof hineingeführt. Diese Freizeit- und Parklandschaft ist somit zwar öffentlicher Teil der Stadt, „gehört“ aber schon den Wohnbau-Bewohner:innen. Der Hof wird zum urbanen Ausgangspunkt einer halböffentlichen Zone.

Von der „grünen Stadtebene“ leiten Fußwege nach oben. Die rundumführenden Laubengänge werden zu einer erweiterten halbprivaten Wohnzone. Diese „vertikale Nachbarschaft“ wird, mit Bäumen und Bänken versehen, zu einer Schicht, die vornehmlich der Kommunikation und Freizeitaktivitäten dient.

Die zentrale Schicht bilden die eigentlichen Wohnungen – so nutzungsneutral wie möglich und umringt von Schichten nach innen und außen. Jede Wohnung ist mit einer Loggia über ihre gesamte Breite versehen. So entsteht für jede Wohneinheit eine ganzjährig nutzbare „Pufferzone“, für den gesamten Wohnblock jedoch eine äußerste und extrovertierte Schicht, die den Nutzer:innen Raum zur individuellen Ausgestaltung und Selbstdarstellung bietet.

Ort

1230, Wien

Status

fertiggestellt 2002

Programm

188 Wohneinheiten

Fotografie

Projektteam

Andreas Gabriel, Bernhard Weinberger