
Wohnbau Grieshofgasse
Fertigstellung: 1996
Das Ende der vier Wände – nutzungsneutrale Zimmer, Schiebeelemente und adaptiere Fassade



Schiebetafeln zwischen den Verglasungen können durch die Bewohner:innen geregelt werden




Der Fokus dieses Wohnbaus richtet sich auf die Fassade. Ähnlich einer Hülle, die einen Körper umschließt, weist sie zwei Funktionen auf, nämlich Transparenz und (Licht)durchlässigkeit nach außen und Schutz und Geborgenheit nach innen. Der Entwurf beschränkt sich nicht nur darauf, im Inneren durch das Öffnen oder Schliessen einer Schiebewandkonstruktion unterschiedliche Raumsituationen zu ermöglichen, sondern bezieht auch die Raumaußenwand in die Rauminszenierung mit ein. Es obliegt den Bewohner:innen, vom nach außen hin komplett offenen bis hin zum völlig abgeschlossenen Raum alle nur erdenklichen Konstellationen selbst zu wählen.
Die Wohnungen sind so nutzungsneutral und flexibel wie nur irgend möglich. Außer der Nassgruppe ist hier so gut wie nichts festgeschrieben. Vier gleichwertige Räume sind voneinander getrennt durch eine Schiebewandkonstruktion und gruppiert um eine Verteiler- bzw. Servicezone.
Die Außenhaut folgt dem Schichtprinzip: zwischen einer äußeren Einfach- und der inneren Isolierverglasung können die Nutzer:innen mittels individuell gestaltbaren Schiebetafeln frei wählen, wie sie sich nach außen präsentieren.
